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Lok Leipzig: “Fankurve 1966” bleibt bis Ende der Hinrunde geschlossen

November 20, 2009

Leipzig 20.11.2009

[A]m heutigen Freitag veröffentlichte der Nordostdeutsche Fußballverband den Sonderbericht zu den Vorkommnissen, die eine fünfminütige Unterbrechung des Oberliga-Spiels zwischen Dynamo Dresden II und dem 1. FC Lok im Rudolf-Harbig-Stadion verursachten. Nach dem Führungstor der Gastgeber musste die Partie aufgrund von Pyrotechnik aus dem Leipziger- (u.A. Leuchtraketen, Böller) und Dresdner Fanblock (Böller, Bengalo) direkt darauf für fünf Minuten unterbrochen werden. Der NOFV erhebt gegenüber dem 1. FC Lok den Vorwurf, sich eines fortgesetzten unsportlichen Verhaltens im Sinne des § 31 Nr. 1. c) der Rechts- und Verfahrensordnung des Verbandes schuldig gemacht zu haben. Laut Aussage der Polizei konnten einige Täter aus dem Gästeblock videographiert werden und sind damit ermittelbar. Im Sonderbericht heißt es weiter, dass – bis auf die nötige Unterbrechung – „alles bis zum Schluss ruhig blieb“.

Einen Teil der Pyrotechnik ist in Folge des Gegentors mutwillig im Bereich der Ultras gezündet worden. Der fünfköpfige Vorstand des 1. FC Lok tagte am Donnerstagabend und erklärte: „Wir sind absolut enttäuscht, über das Verhalten einiger Fans. Wiederholt ist dem Verein wissentlich ein noch nicht zu beziffernder, jedoch erheblicher Schaden  zugefügt worden. Wir werden dies nicht tolerieren.“ Aus diesem Grund hat der gesamte Vorstand einstimmig beschlossen, für die ausstehenden zwei Oberliga-Heimspiele der Hinrunde gegen den VfB Auerbach (22.11.2009) und den VfB Pößneck (05.12.2009) die „Fankurve 1966“ nicht zu öffnen.  Außerdem werden die ihnen bislang gewährten Vorzüge (Nutzung der Trainingshalle, eines Fan-Raumes auf dem Vereinsgelände sowie eigener Verkaufsstand zu den Heimspielen) zumindest bis zum Abschluss der Hinrunde untersagt.

„Diese Sanktion ist drastisch, gerade weil in der Fankurve die Mannschaft über 90 Minute lautstark unterstütz wird, die Ultras wie so viele Lok-Anhänger zu jedem Spiel reisen, sich unzählige Stunden an der Renovierung des Bruno-Plache-Stadions beteiligten oder so imponierende Choreografien wie zuletzt gegen Erzgebirge Aue auf die Beine stellen. Doch ungeachtet dessen dürfen – egal wen es betrifft – bei derartigen Vergehen und Verstößen gegen jegliche Sicherheits- und Stadionordnung keine Unterschiede gemacht werden“, so der Vorstand, der jedoch außerdem betonte: „Unsere Türen stehen 24 Stunden am Tag offen. Sowohl Ultras als auch der Vorstand und Vertreter der ersten Mannschaft können sich nach der Hinrunde an einen Tisch setzen. Doch mit einer bloßen Entschuldigung ist es nicht getan. Es muss sich eine ehrliche Einsicht und Besserung einstellen.  Jeder Fan muss endlich begreifen, ein faires, respektvolles, tolerantes und friedliches Verhalten an den Tag zu legen, gegenseitig aufeinander zu  achten, nicht zu provozieren und sich nicht provozieren zu lassen sowie aufkommende Konfliktsituationen zu meiden.  Viel mehr benötigen Verein und Mannschaft die positive Leidenschaft aller Fans des 1. FC Lok.”

Quelle: PM 1 FC Lok Leipzig

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